Seit 1990

Mit der „Verordnung über Maßstäbe und Grundsätze für den Personalbedarf in der stationären Psychiatrie“ wurde 1990 eine bundesweit gültige Rechtsgrundlage für die angemessene Personalausstattung in psychiatrischen Krankenhäusern eingeführt. Diese sollte als Impuls für eine qualitative Weiterentwicklung der psychiatrischen Arbeit dienen.

Vom PLK zum Zentrum für Psychiatrie

„Das Gesundheitsstrukturgesetz von 1993 stellte die Krankenhauslandschaft vor weitreichende Herausforderungen. Das Selbstkostendeckungsprinzip wurde abgeschafft, neue Entgeltformen und gedeckelte Budgets wurden eingeführt. Diese veränderten Rahmenbedingunen führten dazu, dass die überkommende staatliche-hierarchische Struktur der Psychiatrischen Landeskrankenhäuser durch eine neue Organisationsstruktur abgelöst wurde. Durch das Gesetz zur Errichtung der Zentren für Psychiatrie (EZPsychG) wurden sie zum 1. Janur 1996 umgewandelt. Sie sind seither rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts.“

… Das Land Baden-Württemberg ist Gewährträger der Zentren. (Geschäftsbericht 2011, Zentren für Psychiatrie, Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg, Stuttgart)

Um die neue Rechtsform nach außen hin zu zeigen, wurde ein neues Logo entwickelt, welches das Landeswappen ablöste.
Die Abkürzung "PLK" bezeichnete über 20 Jahre lang das Fachkrankenhaus. Trotz gesetzlicher Namensänderung im Jahre 1996 dient dieser Name über viele Jahre weiter als Bezeichnung in der Bevölkerung.

Mehr Verantwortung vor Ort

Der Rechtsformwechsel brachte nicht nur einen neuen Namen, sondern vor allem mehr Eigenverantwortung. Bisher war das Land mit den Ministerien der direkte Ansprechpartner für alle Belange: Stellenbesetzungen, Verhandlungen mit den Krankenkassen, Geld für Baumaßnahmen usw.

Nun konnten die Zentren Vieles selbständig vor Ort entscheiden. Nur wichtige Entscheidungen (wie Chefarztbesetzungen, Ausgaben über 1 Mio €) müssen über den Aufsichtsrat, der zwei Mal pro Jahr tagt, entschieden werden. Dies war eine Chance, die nach einer Phase der Umgewöhnung, ergriffen wurde.