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Psychiatrie von A bis Z

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Epilepsie

Die Epilepsie ist ein so genanntes Anfallsleiden, das früher auch Fallsucht genannt wurde. Rund 0,5 bis ein Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen. Die Krankheit äußert sich vor allem in immer wiederkehrenden epileptischen Anfällen, die durch kurzschlussartige Vorgänge im Gehirn ausgelöst werden. Bei einem so genannten großen Anfall, nach dem Französischen auch „grand mal“ genannt, kommt es zur blitzartigen Bewusstlosigkeit. Dabei stürzt die/der Betroffene zu Boden, der ganze Körper verkrampft und schüttelt sich heftig. Ein solcher Anfall kann ein bis zwei Minuten dauern. Trotz des dramatischen Verlaufs erholt sich der Betreffende nach kurzer Zeit, doch beim Sturz kann er sich schwere Verletzungen zuziehen. Auslöser für die Anfälle können äußere Umstände sein wie Fieber, Sonnenbestrahlung oder Vergiftungen, oder auch eine krankhafte Veränderung im Gehirn. Begleiterscheinung der Krankheit ist die so genannte epileptische Wesensveränderung, von der etwa die Hälfte die Epileptiker_in betroffen sind: Ihr Denken wird zähflüssig, sie werden umständlich und weitschweifig, wiederholen sich immer wieder und können sich auf nichts Neues einlassen. Behandelt wird Epilepsie vor allem mit Medikamenten, die Anfälle verhindern sollen. 70 bis 90 Prozent der Kranken bleiben durch Medikamente von Anfällen verschont. Patient_innen mit einer Epilepsie sollten regelmäßig in einer Klinik untersucht werden, um einen ungünstigen Verlauf der Krankheit zu verhindern.
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